Horst Kallinowski

Horst Kallinowski betreibt schon seit über 50 Jahren aktiv Budosport. In jungen Jahren (nachdem er bereits professionell Gewichtheben praktiziert hatte) war er erfolgreicher Judoka (2.Dan, dritter bei einer Deutschen Meisterschaft) und kämpfte bereits in der Bundesliga. Dort war er bekannt für seine konsequente Vorgehensweise, wie z.B. die Würgegriffe. Er wartete bis der Gegner zu einem Wurf ein gedreht hatte und zog, ohne Veränderung der Armhaltung, direkt einen Würgegriff mit der Jacke des Partners zu. Dafür war, wie man sich denken kann, eine große Kraft und Schnelligkeiterforderlich, die sich Kalli bis heute durch professionelles Training bewahrt hat.

Horst Kallinowski 1.

Ergänzend praktizierte er Taekwon-Do (3.Dan und mehrfacher Deutscher Meister der ersten ITF-TKD-Meisterschaften in Deutschland), Ju Jitsu (10.Dan) und eignete sich Grundlagen des Karate, Aikido und Kendo an. Später entwickelte „Kalli“, wie ihn Freunde nennen, eine Kombinationen aus verschiedenen Systemen mit eigenen Varianten, nur für den Zweck, sich in realen Situationen erfolgreich verteidigen zu können. Taj- Jitsu ist der Sammelbegriff für Hebel-, Würge-, Wurf, Tritt- und Schlagtechniken. H.K. steht für Horst Kallinowski und Ryu ist die japanische Bezeichnung für System.

Tai-Jitsu HK-RYU

Als Stilbegründer trägt er inzwischen den 10.Dan und hat zahlreiche Schüler in ganz Deutschland die ebenfalls schon hohe Graduierungen bei ihrem Lehrer erworben haben. Auch für seine Tätigkeit als Ausbilder eines SEK/MEK im Ruhrgebiet entwickelte Kallinowski spezielle Techniken (unter anderem mit Kurzstock) für diese Zwecke. Dieses Wissen gibt er noch heute als Trainer in Personenschutzausbildungen weiter.

Doch es lief im Leben von Horst Kallinowski nicht alles so glatt wie es seine jetzige Meisterschaft in der Budo-Selbstverteidigungskunst vermuten lässt. In einem bewegenden Zeitungsbericht über seine Kindheit schildert Kalli Misshandlungen während seiner Erziehung in einem konfessionellen Kinderheim, die bei ihm bis heute Spuren hinterlassen haben.Auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn in den 70iger Jahren, nachdem er diese Erlebnisse vergessen glaubte, geriet er in ein negatives Umfeld mit Straftaten, was schließlich auch bei ihm zu einer Verurteilung führte.

Danach hatte Horst Kallinowski eine schwere Zeit des Neuanfangs, in der er sich alles wieder erarbeiten und Kontakte neu aufbauen musste. Er
besann sich seiner Fähigkeiten als Kampfkünstler und war viele Jahre Trainer und Lehrgangsleiter in Vereinen und Verbänden. In dieser Zeit, Anfang der 80iger Jahre, kam auch der NWTV mit HorstKallinowski in Kontakt. Seit dem leitete er im Verband Lehrgänge zur Selbstverteidigung und ist auch von Anfang an als Lehrer auf den Dortmunder-Budolehrgängen tätig gewesen. Inzwischen ist der vielseitige und erfahrene Selbstverteidigungslehrer ein gefragter Seminarleiter im In- und Ausland. Dabei geht es Kalli in erster Linie um die Verbreitung seines Wissens und die Anerkennung seines eigenen Budo-Stiles „Taijitsu-HK-Ryu“ und weniger um dessen Vermarktung. In den letzten Jahren ist eine feste Gemeinschaft (um nicht Familie zu sagen) von selbst teilweise sehr erfahrenen Budosportlern entstanden, die aus allen Kampfsportrichtungen zum HK-Ryu gestoßen sind.

Horst Kallinowski 2.

Regelmäßig gibt es zentrale Lehrgänge, bei denen man sich zum Lernen aus erster Hand und zum Erfahrungsaustausch trifft. In diesem Rahmen finden ach die Graduierungsprüfungen vor dem Begründer des HK-Ryu, Horst Kallinowski, persönlich statt. Vereine und Verbände engagieren den unermüdlichen Lehrer auch unabhängig vom HKRyu, um die Selbstverteidigung in ihrem Bereich zu verbessern. So hat der fanatische Anhänger von Grundtechniken, die tausendfach täglich trainiert werden, sein ganzes Leben der Budo-Kampfkunst gewidmet und wird dies auch hoffentlich noch viele Jahre beibehalten.

 

Kontakt: Tel. 0231-772006