Karl Müller

Karl Müller 1.

Seit mehr als 45 Jahren betreibe ich Hapkido nach dem Lehrsystem KIM Sou-Bong und stelle immer wieder fest, das dies eine besondere, hochmoderne Selbstverteidiungsart ist, deren Prinzipien sowohl auf der Matte als auch im täglichen Leben eine wichtige Rolle spielen.

Als ich in den 70er Jahrenmeine Ausbildung bei der Kriminalpolizei begann,  suchte ich für mich nach einer Selbstverteidiungsart, mit der ich allen „Schwierigkeiten /Widerstandshandlungen“ gut begegnen könnte.  Von Kollegen wurde ichauf die „koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung Hap Ki Do“ aufmerksam gemacht, von der ich bis dahin noch nichts gehört oder gesehen hatte. So traf ich auf GM KIM Sou-Bong.

GM KIM Sou-Bong hatte  diese spezielle Kampfkunst in Korea bei verschiedenen Großmeistern gelernt, u.a.  bei  Großmeister Ji-Han-Jae, der als Begründer und Namensgeber von Hap Ki Do bekannt ist.

1964 kam Meister KIM  nach Europa / Deutschland und lehrte ca. 2 Jahre als erster dieHap Ki Do-Techniken.  Er ging zurück nach Amerika, um auch dort sein System zu etablieren und kam 1968 wieder nach Deutschland.In den darauffolgenden Jahren gründet er Sportvereine, -schulen u. diverse -verbände.

Er unterrichtete zunächst im traditionellen  Unterrichtsstil  und stellte dabei fest, dass das Erlernen und damit das Beherrschen der Techniken  viel zu lange Zeit in Anspruch n nahm. Auch bemängelte  er, dass  menschliche Entwicklungen
unterschiedlich verliefen. Einige Schüler wurden aggressiv, andere demoralisiert undresignierten.

In seinen jahrelangen Forschungen entwickelte er ein Lehrsystem, dass Fehlentwicklungen schnell erkennen ließ. Er nannte es TMR-System.
steht für „technisches Wissen“ , was sich an die Prüfungsordnung anlehnt
M steht für „moralisch-philosophische Grundlagen“ der Schulung der seelisch- geistigen Konstitution des Schülers
R  ist die Realitiätsform.

In diesem TMR-Lehrsystem stellte er den „Menschen“ in den Mittelpunkt.Durch gezielte Anweisungen und Übungsformen kann sich die Persönlichkeitdes Schülers schnell entwickeln. Sein entwickeltes TMR-System ist so ausgelegt, dass es auf jede andere Sportart (Kampfsport, Selbstverteidigung usw.) problemlos angewandt werden kann.

GM Kim Sou-Bong verstarb am 4.8.2011 nach langer, schwerer Krankheit.
Heute betreibt sein Meisterschüler GM Gerhard Agrinz 9. DAN seine Schule, das
Hap Ki Do Bildungszentrum, Wetterstr. 6, 40223 Düsseldorf erfolgreichweiter. Gemeinsam vertiefen GM Gerhard Agrinz und ich in regelmäßigen Trainingseinheiten das Erlernte und vermitteln noch heute intensiv die Hap Ki Do Techniken im TMR-System.

Nach dem Tod von GM KIM Sou-Bong wurde ich  am 14.12.2012zum „Repräsentant für das Hap Ki Do Lehrsystem  KIM Sou-Bong in der Bundesrepublik Deutschland“ ernannt.Ich trage den 5. DAN dieses Lehrsystems.

In meiner langen Lehrtätigkeit habe ich ca. 2 Dutzend Schüler (männl./ weibl.) vom Weißgurt (9.  Kub) durchgehend bis in die oberen DAN-Grade geführt, worauf ich sehr stolz bin. Für mich ist Hap Ki Do nicht nur eine Sportart – es ist für mich eine Lebenseinstellung und ein wichtiger Teil meiner persönlichen Entwicklung. Und dies versuche ich in jeder Trainingseinheit auf der Matte meinen Schülern und allen Interessierten zu vermitteln.

karlmueller46@gmx.de